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Hallo Pancho, wir würden gerne mit Dir eine Paella kochen.
Paella ist eine gute Idee, aber was für eine Paella? Paella ist nicht gleich Paella, es gibt sehr viele verschiedene Arten.
Hm, das wußten wir nicht. Ach, laß uns einfach die normale machen, die die jeder kennt und international als Spaniens typischstes Gericht gepriesen wird. Nein, Leute so einfach ist das nicht, ich mach doch keine halben Sachen. Laßt uns erstmal klare Grundlagen schaffen und danach entscheiden wir - seid Ihr beiden einverstanden?
 
Von wegen einfach so eine Paella kochen. Wie wäre es erstmal mit den Grundlagen.. (Pancho holt aus) Also, die Paella ist ursprünglich ein valencianisches Reisgericht. Sie wird in einer besonderen Pfanne zubereitet, der Paellapfanne, einem runden flachen Ding mit zwei Henkeln, das je nach Anzahl der zu Bekochenden im Durchmesser variiert. In Valencia wird sie mit verschiedenen Fleisch und Gemüsesorten zubereitet und ist als "Paella Valenciana" bekannt. Es gibt in dieser Region noch ein sehr beliebtes Gericht, den "Arroz al Horno", der genau wie die Paella hergestellt wird, allerdings im Ofen und mit Blutwurst .
Langweile ich euch schon?
Quatsch, nein wirklich, das ist sehr interessant! Nur, Hunger bekommen wir allmählich.
Die beliebteste ist die "Paella de Mariscos", die nur mit Meeresfrüchten und Gemüse zubereitet wird. Es gibt aber auch die "Paella Mixta", da tummelt sich Fleischiges mit Fischigem - übrigens ist das mein klarer Favorit.
Die Katalanen haben auch zwei sehr eigene Varianten: die "Fideau" und den "Arroz Negro" (schwarzer Reis). Die "Fideau" wird genau wie die Paella vorbereitet, wobei der Reis durch Glasnudeln oder Spaghettini ersetzt wird. Und man kann entweder nur Fisch oder Fleisch oder beides nehmen, wie gehabt. Der "Arroz Negro" ist eine deftige, schwarze Paella, in der die außergewöhnliche Farbe und der unvergeßliche Geschmack dem Zusatz der Calamaris Tinte zu verdanken ist, exquisito Amigos exquisito! Oh, Gott ich kriege auch Hunger. Dann haben wir die Basken. Wenn man dort Paella essen möchte, trifft man auf bestürzte Blicke, die, dem Gesichtsausdruck nach zu urteilen, am Verstand Ihres Gastes zweifeln. Es gibt doch soooo viele leckere Sachen in Vizcaya.
 
Ihre Einstellung gegenüber Paella ist vielleicht die, die für Spanier und den Ursprüngen des Gerichts, am repräsentativsten ist. Es ist ein Armeleuteessen!
Denn sie wird aus Resten gekocht... aber sie schmeckt einfach genial: die große, dampfende Paella mit schwarzen, weit geöffneten Miesmuscheln, Garnelen, Langusten, Krebsen, Rippchen, Hühnchen, Calamaris, Tintenfisch und anderen Tierchen.
 
So lecker kann das aussehen und auch schmecken
pa`rriba Je mehr sie von den oben genannten Leckereien vorweisen kann desto mehr entfernt sie sich natürlich vom oben erwähnten Armeleuteessen und erfreut unseren Gaumen, que hambre tengo! Pancho, Pancho ganz ruhig bleiben, also ich glaube zum Kochen kommen wir heute nicht mehr, oder? Aber nach dieser Ausschweifung über Paella kochen wir sie nächstes Mal, OK.
Komm Pancho, wir laden dich zum Essen ein, zum Spanier an der Ecke, mal sehen, was der für ein Art Paella serviert. ¡Tschüss!S

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Historisches, Zubereitung, Grundtypen Tipps für eine gute Paella.


Kreative Küche in Ehren, bei der bei der Paella gibt es für Valencianer oft eine kulinarische Toleranzgrenze. Sie sind da etwas eigen, und wenn an der Paella elementare "Fehler" begangen werden, reicht die Mimik von der höflich erhobenen Augenbraue bis zu blankem Hohn. Denn die als "Nationalgericht" und touristischer Exportartikel gehandelte Paella hat zu Rezepten geführt, die mit dem Ursprungsgericht nun wirklich nicht mehr viel zu tun haben.

Das als Paella bekannte Gericht heißt eigentlich "arros en paella". Die Grundvoraussetzung für eine Paella ist nämlich die Zubereitung in einer Paellapfanne. Paella ist das valencianische Wort für Pfanne, eine große Pfanne in diesem Fall die statt einem langen Stiel zwei Griffe hat, die das Gewicht besser halten und etwa 7-12 cm hohe Ränder hat, je nach Durchmesser.

Es gibt kleine 2-Mann Paellas und riesige 50-Portionen Paellas. Den Weltrekord und einen Eintrag ins Guinnesbuch erreichte 1992 eine Paella mit 60 Metern Durchmesser, die im ehemaligen Flussbett in Valencia aufgestellt wurde. Umgerührt wurde mit Hilfe von Kränen und mehrere Tausend Menschen wurden verköstigt. Auch Ereignisse wie Paellawettbewerbe auf offener Strasse oder simultanes Zubereiten von 100 Paellas sind gelegentliche kulinarische Feiern in Stadt und Region.

Obwohl die Paella normalerweise als eher einfaches Bauerngericht geschildert wird, ist sie doch auch immer mit sozialen Anlässen verbunden gewesen. Typisch dafür ist die Sitte, die Paella an Sonn- und Feiertagen gemeinsam mit Freunden oder Großfamilie im Freien zuzubereiten, möglichst auf offenem Feuer. Oder zumindest in ein Paellarestaurant mit Herd im Freien essen gehen. Gegessen wird dann mit Holzlöffeln direkt aus der Paella. Jeder isst von Rand hin zur Mitte, bis am Ende ein sternförmiges Muster übrigbleibt, die kleinen "Gebietsgrenzen" werden zuletzt gegessen.

ALT ABER NICHT URALTES GERICHT

Als der Aragonesische König Jaume I im 13. Jh. Valencia eroberte fand er den Reisanbau schon vor. Die islamische Bevölkerung rund um den Binnensee Albufera lebte davon. Der Reisanbau war um die Jahrtausendwende von den Arabern eingeführt worden, die ihn möglicherweise aus Indien mitbrachten. Die christlichen Siedler übernahmen den Reisanbau. Im Mittelalter glaubten die Behörden allerdings, dass die Reisfelder Ursache für Plagen und Seuchen seien, so dass der Anbau immer wieder verboten wurde. Diese Verbote fanden wenig Resonanz bei den Reisbauern, die ihn trotzdem weiter anbauten.

Wahrscheinlich wurde der Reis lange Zeit eher gemahlen und als Weizenersatz benutzt als gekocht. Erst im 18. Jh. Setzte sich der Reis als tägliches Nahrungsmittel der Valencianer durch. Heute ist es das Grundnahrungsmittel und der Hauptbestandteil der populären Tagesmenüs in kleinen Restaurants. Es gibt mehrere Dutzend etablierter fester Reisgerichte auf den Speisekarten. Unter ihnen rangiert die Paella unbezweifelt an erster Stelle, für die es erste Hinweise aus dem 18 Jh. gibt. Und daran hat sich wenig geändert: Wieso sonst sollte eine Fast-Food-Kette Erfolg haben, die nur Paella liefert, in kleinen Paellapfannen natürlich?

ZUBEREITUNG

Wir kochen überwiegend Bio Paella  soweit möglich...

wir verwenden Tiefseegarnellen aus dem Alantik keine Zucht

Grünschalen Muscheln Aus Neuseeland

Bio Zitronen

Bio Öle  können sie über uns beziehen......

Über die Zubereitung und darüber, was eine "authentische" Paella nun letztendlich ist, ist schon viel und oft gestritten worden. Die Stadt-Valencianos sind eher Puristen, wobei hier als eigentliche Paella die Fleischpaella angesehen wird. Es gibt auch die eher ländliche Auffassung, dass in die Paella als ehemaliges "Resteessen" einfach alles reinkommt, was an Gemüse bzw. an Fisch zur Hand ist, was sicherlich bei einer "Hauspaella" zutrifft, aber nicht bei den Paellaessen mit etwas sozialerem oder feierlichem Charakter.

Einige Dinge sind allerdings unbestritten: Es handelt sich nur um "Paella", wenn es in einer Paella zubereitet wird. Es dürfen auch nicht einfach alle Reste verwendet werden, so haben Schwein- oder Rindfleisch, Speck, Saucen oder gar Oliven in der Paella nichts zu suchen. Es gibt Unterschiede zwischen den regionalen Paellas, selbst zwischen Dörfern und der Paella in Valencia Stadt. Doch gehen diese Unterschiede oft nicht weit, sondern drehen sich um die Frage, ob nun mit oder ohne Schnecken, Artischocken oder Erbsen, sind somit eine Frage von 10-20 Km Entfernung, wobei die Grundzutaten ähnlich sind. Obwohl schon mal Valencianischen Landtag, das hin und wieder folkloristischen Anwandlungen hat, debattiert wurde, ob Paprikaschoten nun in die Paella Valenciana hineindürfen oder nicht.

ZWEI GRUNDVARIANTEN

Die "paella valenciana" mit Huhn, Kaninchen, Garrofó (eine lokale Art von weißen Bohnen, die es außerhalb der Region nicht gibt), Tomaten, grüne flache Bohnen (tabella, rojet oder ferraura, lokale Bohnensorten), süßes Paprikapulver, Olivenöl, Safran und Reis. Das Paprikapulver besteht aus gemahlenem roten Paprika, das mit Öl gemischt und getrocknet wird.

Die "Paella Marinera", die neben Reis auch Sepia, Tintenfisch, Miesmuscheln ("clotxinas", eine etwas kleinere mediterrane Sorte), Garnelen, Kaisergranat, Languste, Jakobsmuscheln, Öl, Tomate, süßes Paprikapulver und Fischsud ("morralla" in Valencia) enthält.

Alle weiteren Paellazubereitungsarten werden zu lokalen Varianten erklärt, was wiederum bei Verfechtern der "Einfaches-Volksgericht-Thesen" Protest hervorruft.

TIPPS

Obwohl Paella ein recht einfaches Gericht ist, ist es nicht ganz so einfach, eine wirklich gute Paella zu bekommen. Das Geheimnis liegt im guten Händchen für die Kleinigkeiten, allen voran das gute Dosieren der Hitze. Hier einige Tipps für eine gelungene Paella.

Richtiger Umgang mit dem Olivenöl
Nicht jeder mag den Geschmack des Olivenöls bei gekochtem Essen. Er hinterlässt aber am gebratenen Fleisch einen unverwechselbaren Geschmack. Die Kunst liegt darin, nicht zuviel Öl zu verwenden, da auch der Reis bei viel Öl weniger bekömmlich ist. Es genügt, den Paellaboden zu "befeuchten".
Das Öl auch nicht so hoch erhitzen max 100 grad

man kann auch erdnussöl verwenden das kann man auf bis zu 190 grad erhitzen

am besten ist rotes palmöl kokosöl ghee

dieses fett endwickelt keine transfette wie die anderen öle ab 120-150 grad !

Öl nie über den rauchpunkt erhitzen !

Reis
Zu einer guten Paella gehört dazu, dass der Reis unten eine leichte angebrannte Kruste hat, den "socarrat", der besonders gerne mitgegessen wird. Nicht zuviel Fleisch verwenden, sonst passt der Reis nicht mehr rein.

Die richtigen Mengen
Wenn das Wasser oder der Sud dazukommen, soll die Flüssigkeit bis an die Schraubenköpfe der Seitengriffe reichen, also kurz unter dem Rand. Wenn dann der Reis dazukommt schüttet man ihn entlang am imaginären Durchmesser der Paella und so hoch, bis er leicht über das Wasser reicht. Wenn man sich an diese simplen Vorgaben hält, wird man bei jeder Paellagröße richtig liegen und spart sich umständliches Wiegen und Rechnen.

Hitze
Je größer die Flamme, desto schneller verdunstet die Flüssigkeit: Wenn also der Reis zu fest zu werden droht, lieber die Flamme etwas kleiner machen, und wenn zuviel Flüssigkeit ist, sollte man noch mehr Reis zugeben oder einfach abschöpfen. Wenn der Reis dann doch etwas zu hart ausfällt, hilft es, die Paella mit Alufolie zuzudecken und ruhen lassen, (was man ohnehin tun muss).

Gewürze
Das Paprikapulver soll nicht scharf sein. Es entspricht nicht exakt dem z. B. in Deutschland erhältlichem Paprikapulver, ist aber ähnlich. Es darf nicht zu heiss werden, da es sonst bitter schmeckt und den Geschmack verändert.

Am schönsten ist es, wenn die gelbe Farbe von echtem Safran verliehen wird, was aber bei 99 % der Paellas nicht der Fall ist, weil es ein sehr teures Gewürz ist. Wenn sich die Gelegenheit bietet kommt eine kaum wahrnehmbare Geschmacksnuance dazu.

Der verwendete Reis ist wie Milchreis eher rundkörnig und quillt gut. Auf keinen Fall Langkornreis oder gar Vollkornreis nehmen, dann wäre es keine echte Paella mehr, bei der der Reis richtig pappt und trotzdem aus trockenen ganzen Körnern besteht.

Die weißen Bohnen sollten in der Nacht zuvor in Wasser eingeweicht werden. Falls man das vergessen hat, vor der Paella 20 Minuten kochen. Sie sehen dann nur nicht so gut aus.

Tipps für die Zubereitung
1. Nehmen Sie die grossen spanischen Zwiebeln, sie sind süsslicher und weniger kräftig als andere Sorten.

2. Nehmen Sie gutes Öl, es muss nicht unbedingt spanisches Öl sein. Am besten ist einfaches Olivenöl aus der ersten Pressung.

3. Nehmen Sie möglichst frische Knoblauchzehen, die ganz prall sind und aus denen der Saft beim Anschneiden direkt herausschiesst.

4. Der Reis soll nicht so trocken sein wie bei chinesischen Gerichten und nicht so butterweich wie bei italienischen Risotto. Am besten ist es, wenn der Reis noch etwas Biss hat.

5. Sehr wichtig ist der Safran. Er gibt der Paella die sonnengelbe Farbe und den typischen Geschmack. Safran sind die Blütengefässe einer Krokusart, sein Geruch erinnert an eine Apotheke. Schon eine gering Dosis in ein wenig Wasser oder Brühe verrührt und darin einige Minuten gezogen, genügt für eine Vier-Personen-Paella.

6. Das Fleisch - Huhn, Schwein, Kaninchen oder Kalb - ändert sich je nach Rezept, manchmal sind mehrere Sorten in einer Paella. Muscheln, Shrimps, Tintenfisch, Hummer oder Edelfische können mit oder ohne Fleisch mit von der Paella-Partie sein.



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